Während sich Queers* jedweder Couleur auf Demonstrationen zusammenfinden, um für ihre Rechte oder gegen die Verbreiter menschenfeindlicher Anschauungen zu protestieren, scheint die familäre Bande im Szenealltag nicht zu gelten. Immer wieder hört man davon, wie über Menschen mehr oder weniger fiese Gerüchte verbreitet werden, Schwule und Lesben gegeneinander herziehen, Trans*männer in der schwulen Szene ausgegrenzt werden, Szene-Gaststätten sich gegenseitig diskreditieren und andere übliche Formen gesellschaftlicher Diskriminierung aufgrund der Herkunft, des Aussehens, des Alters oder der sozialen Schicht verstärkt auftreten.

Stimmt diese Annahme oder sind das auch wieder nur Gerüchte und Klischees? Dieser Frage will das Schwulenreferat jetzt auf den Grund gehen, denn wenn Queers* in ihren eigenem Revier mehr Diskriminierung befürchten müssen als in der heteronormativen Alltagswelt, ist das ein Grund näher hin zu schauen.

Ihr seid hiermit dazu aufgerufen, eure negativen Erfahrungen im Szene-Leben zu schildern. Schreibt (gerne anonym) eine E-Mail an schwule.unikassel[at]yahoo.de und berichtet möglichst authentisch. Die Berichte (welche nicht veröffentlicht werden) dienen der Erfassung der Arten und Häufigkeiten von Diskriminierung in der queeren Szene und sollen die Frage beantworten, wie es um den inneren Zusammenhalt der Community steht.

Euer Referant Sascha

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